Samstag, 23. Januar 2016

Quarkbällchen




Liebe Leser,

nein nein, ihr könnt es nicht verbergen! Nachdem der Boston Cream Donut so gut bei euch ankam, steht nun eindeutig fest: Ihr steht auf Frittiertes!!! Und ich kann es euch nicht mal übel nehmen, denn ich liebe es auch! Zur Zeit frittiere ich, was das Zeug hält. Nachdem die Donuts so gut gelungen sind, dachte ich, das kann ich nicht mehr toppen. Doch dann kamen diese kleinen Quarkbällchen in mein Frittierfett und schon war es um mich geschehen. Gefühlte 100 Stück habe ich an einem Tag verputzt. Und das müsst ihr auch, denn am nächsten Tag sind sie leider etwas matschig - so wie es mit frittierten Gebäck oft ist. Zum Glück haben sich diese kleinen Kalorienbomben nicht an meiner Hüfte festgefressen ;-)

Lange habe ich mich nicht ans Frittieren getraut. Einerseits die Angst vor dem heißen Fett, andererseits dachte ich immer, dass das eine große Sauerei und Stinkerei im Haus ist. Nun ja, das Fett riecht man tatsächlich noch ein, zwei Tage lang, doch eine Sauerei war es nicht wirklich. 

Das Pflanzenöl erhitze ich in einem ganz normalen Topf, frittiere dann und lasse es vollständig abkühlen. Macht dafür einen Deckel drauf und stellt es ganz weit weg, sodass sich niemand am heißen Topf brennen kann. Anschließend fülle ich es mithilfe eines Trichters zurück in die Fettflaschen und verwende es so noch 1-2x. Das ist wirklich kein Hexenwerk! Es gibt nur ein paar grundlegende Dinge, die beim Frittieren zu beachten sind.



Zum einen ist absolute Vorsicht beim Umgang mit heißem Fett geboten. Bringt keine Flüssigkeit in das heiße Öl, fasst nur mit guten und ausreichend langen Küchenutensilien ins Öl und lasst das Gebackene anschließend auskühlen, da es wirklich sehr heiß ist.


Außerdem braucht ihr zum Frittieren immer die optimale Temperatur. Ist das Öl zu kalt, saugt sich der Teig damit voll. Ist es zu heiß, verbrennt der Teig außen und ist innen noch roh. Optimal sind 170 - 180° C. Wer kein Thermometer hat, kann sich dafür einen Holzkochlöffel zur Hand nehmen. Sobald am Stiel des Kochlöffels viele kleine Bläschen aufsteigen, ist die Temperatur optimal. 


Also, bei Beachtung dieser Regeln ist das Frittieren kein Hexenwerk mehr. Diese Quarkbällchen sind auch das optimale Einsteiger-Gebäck, da der Teig einfach und schnell zubereitet ist und sich wunderbar frittieren lässt.





Zutaten für 30-35 Stück:
4 Eier (M)
200 g Zucker
1 Prise Salz
1 EL Vanilleextrakt oder 2 Pck. Vanillezucker (dann die Zuckermenge etwas reduzieren)
500 g Magerquark
500 g Mehl
1 Pck. Backpulver

2-3 Liter geschmacksneutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)

zum Wälzen:
3 EL Zucker
1 TL Zimt



Zubereitung:
  1. Eier mit Zucker, Salz und Vanille schaumig rühren. Quark unterziehen. Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls zum Teig rühren. 
  2. Öl in einem Topf erhitzen. Küchentücher zum Abtropfen parat legen. Sobald das Öl 170 - 180°C hat, mit einem Eisportionierer Teig abstechen. An der Wand der Schüssel glatt streichen und in das Fett geben. Nicht mehr als 3 Stück gleichzeitig frittieren, damit die Temperatur nicht sinkt.
  3. Die Quarkbällchen so lange frittieren, bis sie eine dunkle goldbraune Farbe haben (ca. 6-8 Minuten je nach Größe). Anschl. auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  4. So weiter verfahren, bis der Teig aufgebraucht ist.
  5. Die noch lauwarmen Bällchen in der Zucker-Zimt-Mischung wälzen und servieren!

Tipps: 
Die Quarkbällchen ausreichend lange frittieren, damit sie auch vollständig durchgebacken sind. Macht dafür einfach ein Testbällchen. Meine ersten Versuche gingen schief, weil sie in der Mitte noch roh waren. Also gebt den Bällchen Zeit. Sie dürfen ruhig eine schöne dunkle Farbe haben.

Wer keinen Eisportionierer hat, kann den Teig in einem Gefrierbeutel füllen und eine ca. 3 cm große Spitze abschneiden. Teig in das Öl drücken und nach jeweils 3 cm mit der Schere durchschneiden. Vorsicht, Spritzgefahr! Oder ihr verwendet zwei Esslöffel zum Formen der Bällchen.

- Eure Katrin -

Kommentare:

  1. Oh wie lecker! Ich liebe Quarkbällchen. Die Sache mit dem heißen Fett schreckt mich auch etwas davon ab. Mein Versuch im Kochtopf zu fritieren ging voll daneben. Fast 10 Jahre ohne Friteuse haben bald ein Ende. Und dann gibts erst mal Quarkbällchen und Fasnachtsküchle.
    Herzliche Grüße, Dinkelhexe Renate

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    1. Liebe Renate,

      oh, das hört sich nicht gut an. Wieso ging es daneben?
      Eine Fritteuse ist eine feine Sache. "Leider" wird meine nur für Pommes und Calamari-Ringe verwendet und hat deshalb schon einen gewissen Fischgeruch, egal ob ich das Fett austausche oder nicht. Deswegen frittiere ich lieber im Topf, sonst schmecken meine Quarkbällchen nach Fisch ;-)

      Liebe Grüße
      Katrin

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