Samstag, 12. Dezember 2015

Mandelchriststollen mit Marzipan



Liebe Leser,

nun ist morgen schon der dritte Advent und die dritte Adventskerze wird entzündet! Für mich ist das immer wieder ein sehr schöner Moment, den ich jedes Jahr aufs neue genieße. Kaum zu glauben wie sehr die Zeit immer vergeht. Seid ihr schon im Weihnachtsstress? Bei mir hält es sich gut in Grenzen mit dem Stress, aber alles habe ich noch nicht zusammen. Im Gegensatz zu unserer Katrin, habe ich heuer leider noch nicht alle Geschenke beieinander. Aber so langsam kommen die Ideen was ich noch alles schenken kann, zum Glück gibt es das schöne Internet.



Jedes Jahr mache ich meinen leckeren Stollen. Ich bin immer auf der Suche nach einem leckeren saftigen Stollen. Am liebsten mag ich die, welche mehrere Wochen am Stück gelagert werden müssen, damit sie perfekt werden.

Da ich ein kleiner Stollenfan bin, war ich heuer mit zwei Freundinnen bei einem Stollenbackkurs der VHS. Katrin war leider nicht dabei, da sie die Rosinen immer sehr verabscheut. Und wie die Meisten von euch sicherlich wissen, sind in ca. 50 % aller Stollenrezepte leckere Rosinen beinhaltet. ;) Das kommende Rezept ist jedoch nicht von dem Kurs, welchen ich heuer besucht habe. Es handelt sich dabei um ein Stollenrezept welches ich die letzten 3-5 Jahre regelmäßig backe.

Das Rezept kann ganz einfach halbiert werden und man hat nur noch zwei mittelgroße Stollen, daher nicht von der Menge abschrecken lassen. Da dieser Stollen gelagert werden muss, müsst ihr euch spätestens diese Tage noch dran machen, damit er pünktlich zum Heiligen Abend "fertig" ist. Falls das zu hektisch für euch ist, dann merkt euch das Rezept einfach für das nächste Jahr vor. :-)





Zutaten für 4 mittelgroße Stollen a 800 g:
Hefeteig:
600 g Rosinen / Sultaninen
6 EL brauner Rum
1100 g Weizenmehl
150 g Zucker
4 Würfel frische Hefe a 42g
150 ml Milch
150 g weicher Butterschmalz
500 g weiche Butter
100 g Zitronat
100 g Orangeat
250 g gemahlene Mandeln
260 g Marzipan-Rohmasse
1 TL Salz
abgeriebene Schale von 2 unbehandelten Zitronen
1 Vanilleschote
1 Tüte 7,5 g Gewürzmischung für Stollen

Bestreichen:
100 g flüssiges Butterschmalz
Puderzucker

Sonstiges:
Backpapier
Alufolie
Frischhaltefolie

Zubereitung:
Mindestens 1 Tag vor dem Backen vom Stollen die Rosinen in braunen Rum einlegen und durchziehen lassen.

Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Hefe in die Mitte hinein bröseln. Etwa 1 TL Zucker hinzugeben. 100 ml Milch handwarm erwärmen und über die Hefe gießen, mit der Gabel einen kleinen Vorteig anrühren. Zugedeckt etwa 20 Minuten gehen lassen.

Währenddessen 60g Marzipan raspeln. Zitronat und Orangeat fein würfeln. Vanilleschote seitlich aufschlitzen und das Mark mit einem Messer heraus schaben.

Nun den restlichen Zucker und Milch, Salz, Marzipan, Vanillemark, Stollengewürzmischung, Zitronenschale, Butter und Butterschmalz hinzugeben und mit dem Handrührgerät (Knethaken) zu einem bündigen Teig verkneten. Ggf. noch etwas Mehl darunter kneten, falls der Teig klebrig ist.

Anschließend mit der Hand die eingelegten Rumrosinen, Zitronat und Orangeat gleichmäßig unter dem Teig verkneten. Hefeteig nochmals zugedeckt etwa für 1 Stunde gehen lassen.

Den restlichen Marzipan in 4 gleichgroße Stücke aufteilen und zu etwa 20 - 25 cm lange Rollen formen (Je nachdem wie lang euer Stollen später wird).

Stollenteig in 4 Stücke teilen. Teig nochmals durchkneten. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einer Rolle formen, mit einem Teigroller der Länge nach eine Vertiefung eindrücken. Marzipanrolle in die Mitte des Stollens legen. Die eine Teighälfte leicht versetzt auf die andere schlagen. Mittleren Teil mit den Händen der Länge nach zu einem Wulst formen, die Seiten nochmals fest hoch drücken und den Stollen auf das Backblech (mit Backpapier ausgelegt) legen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft ca. 30 - 40 Minuten backen. Backdauer variert je nach Größe der Stollen.

Den noch heißen Stollen sofort mit dem flüssigen Butterschmalz großzügig einpinseln. Mit Puderzucker bestauben, bis der Stollen damit bedeckt ist. Dieser Vorgang ist sehr wichtig, da der Stollen vor dem Verzehr mindestens 2-4 Wochen gelagert wird und durch diesen Vorgang gut konserviert wird. Stollen auskühlen lassen.

Ausgekühlten Stollen luftdicht in Frischhaltefolie wickeln. Alufolie darüber wickeln.

Mindestens 14 Tage an einem kühlen Ort lagern, bevor der Stollen angeschnitten wird. Besser sind sogar noch 4 Wochen. Die Wartezeit zahlt sich mit einem unbezahlbaren Geschmackserlebnis aus!

Wenn der große Moment gekommen ist, Stollen auspacken und nochmals mit Puderzucker einstauben. Den Stollen in etwas dickere Scheiben schneiden, da diese leider etwas leicht brechen.



Tipp: Da der Teig leider etwas dazu neigt in die Breite zu gehen, habe ich aus Backpapier und Alufolie einen Backrahmen gebaut. Wenn ihr euch nun fragt warum ich auch noch Backpapier verwendet habe, dann liegt das daran, dass ich kein großer Fan von Aluminium an meinem Lebensmitteln bin. Dazu die Alufolie mehrmals falten, dann das Backpapier herum schlagen und zu einem Rahmen zusammen bauen. Backrahmen um den Stollen legen. Es kann auch eine Stollenbackform oder ein gekaufter Backrahmen verwendet werden.
Sollte der gelagerte Stollen etwas zu trocken sein, einfach einen Apfel halbieren und die zwei Hälften zum Stollen in die Kuchenhaube legen. In Handumdrehen ist der Stollen noch saftiger. Wenn der Stollen lang genug gelagert wird, dann ist er in der Regel schön saftig.


- Eure Sandra - 

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