Freitag, 7. August 2015

Blick hinter die Kulissen // Panna Cotta Torte aus dem Glas

Im Internet findet man jeden Tag neue Foodblogs mit tollen Rezepten und superschönen Fotos! Doch leider bekommt man nur ganz selten einen Blick hinter die Kulissen, was uns als Blogger aber brennend interessieren würde. Also welche Ausrüstung wurde verwendet, wie sieht das Umfeld aus, wo und wie wird fotografiert und wer steckt eigentlich hinter dem Blog?!
Da wir liebend gerne "Backstage"-Berichte von anderen Foodblogs lesen, wollen auch wir einen Blick hinter unser Blogreich Wonder Wunderbare Küche gewähren! 


Wir haben einen großen Vorteil gegenüber anderen Blogs: wir sind zu zweit! Das heißt, wenn einer mal keine Zeit, keine Lust oder keine Ideen hat, springt einfach der andere ein. Die Zusammenarbeit funktioniert einwandfrei. Das liegt vielleicht auch daran, weil wir schon seit fast 25 Jahren miteinander befreundet sind und immer in einem sehr guten Kontakt zueinander stehen.

Da wir zu zweit sind und uns die "Arbeit" also teilen, können wir euch regelmäßig mit neuen Rezepten und Berichten versorgen. Außerdem können wir uns gegenseitig Tipps geben. Sandra ist eine sehr talentierte Fotografin und gibt mir (Katrin) gerne mal Tipps zu Kameraeinstellungen und -bedienung. Vor allem an diesem Blognachmittag bei Sandra zu Hause haben wir mit den verschiedensten Kameraeinstellungen gespielt und uns gegenseitig Tipps gegeben. Sandra hat zum Beispiel ein neues Objektiv ausprobiert, von dem sie ganz begeistert ist. Es entstanden diese wunderbaren Fotos von in Zucker getauchten Johannisbeeren:


Vor allem bei unseren Treffen reden wir sehr viel über Bloggen, neue Rezeptideen oder neue Anregungen für den Blog. Natürlich gibt es auch noch andere Themen, die erzählt und diskutiert werden müssen, das ist doch klar ;-)

Als wir uns für diesen Backstage-Bericht trafen, hatte es um die 35° und mehr. Also viel zu heiß für draußen! Es musste ein erfrischendes Dessert her. So kamen wir auf Panna Cotta im Glas mit frischen Johannisbeeren aus dem heimischen Garten.

Zusammen haben wir uns ein Rezept von Küchengötter ausgesucht, ein wenig umgeschrieben und gemeinsam zubereitet. Sandras Mann stand uns mit dem ein oder anderen Tipp zur Seite und schleckte natürlich schon das erste Panna Cotta-Dessert, als es noch flüssig war. Der Nachmittag hat riesigen Spaß gemacht! Ich hoffe, ihr habt mindestens genauso viel Spaß an unserem Bericht! Nun aber zum Rezept für das leckere Dessert:



Panna Cotta Torte aus dem Glas





Zutaten für ca. 10 Desserts
für den Boden:
175 g Butterkekse
125 g flüssige Butter
3 EL Johannisbeergelee

für die Panna Cotta:
400 ml Milch
600 g Sahne (3 Becher)
6 Blatt Gelatine
50 g Zucker
1/2 Vanilleschote
150 g frische Johannisbeeren
für die Deko:
50 g Johannisbeeren in Rispen

ca. 10 - 12 kleine Dessert-Gläschen

Johannisbeeren aus dem heimischen Garten

Zubereitung
1. Butterkekse in einem Mixer fein bröseln. Sollte kein Mixer vorhanden sein, könnt ihr auch einen verschließbaren Plastikbeutel nehmen. Die Kekse einfüllen, verschließen und mit dem Nudelholz zerdrücken. Flüssige Butter unterrühren. 

 

2. Jeweils 1 - 2 EL der Brösel auf den Boden des Dessertschälchens geben und mit einem kleinen Schnapsglas sehr fest andrücken. Kurz in den Kühlschrank geben, damit die Butter wieder fest wird. Gelee erwärmen und mit einem Esslöffel oder Pinsel auf die erkalteten Böden streichen.

wir verwendeten verschiedene Dessertgläser

3. Für die Panna Cotta die Vanilleschote längs aufschneiden und mit dem Messerrücken die Samen herauskratzen. Ausgekratzte Schote und Vanillesamen zusammen mit der Milch, 300 g Sahne und Zucker in einem Topf erhitzen. 10 Minuten leicht köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Währenddessen die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Nach der Kochzeit die Gelatine ausdrücken und unter Rühren in der heißen Sahne-Milch auflösen. Masse in eine Schüssel umfüllen und ca. 1 Stunde abkühlen. Gelegentlich umrühren.


4. Sobald die Panna Cotta handwarm ist und zu gelieren beginnt, die restliche Sahne steif schlagen und unterheben. Zusammen mit den gewaschenen Johannisbeeren in die Gläschen abfüllen und für mindestens 5 Stunden in den Kühlschrank geben. 



So, das Zubereiten war "geschafft". Wirklich schwierig und anstrengend war es ja nicht ;-) Jetzt kam aber das Allerschlimmste: das Warten! Mehrere Stunden mussten wir warten, bis die Gelatine ihre Wirkung zeigte und das Panna Cotta fest wurde. Wir haben aber ein wenig nachgeholfen und die Gläschen zwischendurch in den Gefrierschrank gegeben :-)

Trotzdem waren es 2-3 Stunden, die wir zu überbrücken hatten, was aber auch nicht schwierig war. Wir haben zwischenzeitlich neue Ideen ausgetauscht und den Blog ein wenig umgestaltet. Es entstand zum Beispiel der neue Holzhintergrund im Blog, den Sandra von einer Holzplatte abfotografiert hatte. 

Nun war es endlich soweit! Die Panna Cotta war durchgekühlt und konnte nach der ersten Verköstigung auch fotografiert werden. Sandra und ich verwenden unterschiedliche Kameras. Sandra hat eine Spiegelreflexkamera von Canon und ich fotografiere mit einer Systemkamera von Samsung.

Zuerst suchten wir uns ein schönes Fleckchen in Sandras Haus, wo noch ausreichend Tageslicht war (es war mittlerweile 20 Uhr). Vorm Küchenfenster war das Licht perfekt. Also wurden verschiedene Holzhintergründe getestet, die Tischdecke nochmal gebügelt und die Panna Cotta schön dekoriert. Um das hineinströmende Licht zu brechen, stellte Sandra ihr weißes Schneidebrett davor. Das gab ein wunderschönes weiches Licht zum Fotografieren. Also legten wir drauf los. 


Wirklich erstaunlich war, dass trotz gleicher Voraussetzungen die Fotos je nach Kamera und vor allem Kameraeinstellung total unterschiedlich ausfielen.

Sandra's Fotos sind detailreicher
Katrin's Fotos sind farbintensiver

Nach dem Fotografieren ist aber noch nicht Schluss. Den Fotos fehlt nun der letzte Schliff. Zum Aufbereiten verwenden wir verschiedene Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom, Gimp oder PhotoScape. Manchmal fehlt einfach ein bisschen Licht oder Glanz in den Fotos, sodass eine kleine Nachbearbeitung nötig sein kann. 

vorher - nachher

Ein anderes Thema beschäftigt uns auch noch sehr: Fotohintergründe! Wir sind immer wieder auf der Suche nach neuen Hintergründen. Neben selbst gemalten Hintergründen im Used-Look oder Krakelier-Technik haben wir auch zusammengeklebte Laminat-Musterstücke, Schieferplatten und naturbelassene Holzplatten in Gebrauch.

Außerdem sammelt sich so einiges an Geschirr, Besteck, Tischdecken, Servietten und Gläser an. Wir haben dafür mittlerweile einen eigenen Küchenschrank! Gekauft werden diese Sachen oft in der Hausratsammelstelle, auf dem Flohmarkt, im Supermarkt oder in Möbelhäusern. Natürlich schauen wir auch darauf, dass diese Gegenstände später - sollte es die Wonder Wunderbare Küche irgendwann nicht mehr geben - wieder verwendet werden können. Aber keine Angst, das ist noch in ganz weiter Entfernung :-) Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus unserem Repertoire:


So, nun habt ihr einen umfangreichen Blick hinter die Kulissen der Wonder Wunderbaren Küche erhalten. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß wie wir! Wir haben wirklich sehr große Freude an unserem Hobby. Und es ist umso schöner, wenn auch euch gefällt, was wir tun!

Lasst doch einfach ein paar Kommentare da, wie euch das Making Of gefallen hat und ob ihr weitere Berichte dieser Art wünscht.


Viel Spaß beim Nachmachen!
  
Katrin & Sandra 


Schöne Grüße auch von Sandra's Katze, die uns an diesem Tag fleißig unterstützt hat!

Kommentare:

  1. Ich bin mal wieder begeistert von Eurem "Tun" :-) . Gerade hatte ich den Gedanken, Ihr solltet eine Zeitschrift herausgeben, ein Buch veröffentlichen, Volkshochschulkurse anbieten etc., also Euch irgendwie Geld bringend vermarkten. Ihr wäret bestimmt mit allem, was Ihr so anpacken würdet, erfolgreich :-) , denn Eure Schreibe und die Fotos sind doch einfach top. Ihr seid ein Dream-Team, LG Grüße von Eurem Fan ClauDia :-) .

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    1. Liebe Claudia,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Wir sind überwältigt über soviel positiven Zuspruch von dir. Sehen wir mal, was die Zukunft noch für uns bereit hält und wohin sie uns noch führt. :)
      Liebe Grüße Sandra & Katrin

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  2. Liebe Sandra und liebe Karin,
    toll dass wir mal hinter die Kulissen der wonder wunderbaren Küche schauen dürfen, herzlichen Dank dafür. Wirklich schöne Food-Fotos sind für mich immer noch die grösste Herausforderung am Bloggen, und ich sehe dass ihr beide schon richtige Profis seid. Die Fotos eurer heutigen Kreation sehen wieder total lecker aus, mhmm! Vielleicht habe ich's überlesen, möchte aber trotzdem noch schnell nachfragen: was verwendest du Sandra für ein Objektiv an deiner DSLR?
    Weiterhin frohes Schaffen und liebe Grüsse aus der Blog-Nachbarschaft :) ,
    Barbara

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    1. Liebe Barbara,
      manchmal ist es gar nicht so leicht ein schönes Foto von der neuesten Kreation zu schießen. Was aber meistens immer hilft ist natürliches Tageslicht.
      Das mit den Objektiven hast du nicht überlesen. Es wurde nur die Kamera erwähnt, bei welcher es sich um die EOS 700d von Canon handelt. Das Objektiv auf dem Bild ist das 100 mm Macro Objektiv mit der Lichtstärke 2,8. Das habe ich zum ausprobieren geliehen bekommen und gehört daher leider noch nicht zu meinem Standardrepertoire.
      Ich verwende gerne folgende zwei Objektive:
      Tamron Weitwinkelobjektiv 24-70mm F/2,8 (mein absolutes Liebling, auch im Portraitbereich)
      Canon EF 50mm 1:1.8 II
      Liebe Grüße
      Sandra

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    2. Liebe Sandra,
      vielen herzlichen Dank für deine Antwort. Ich liebäugle schon ewig mit einem lichtstarken Makroobjektiv, aber die sind so teuer... :-/ Trotzdem wird sich die Anschaffung wohl lohnen, wenn ich mir nochmal eure grossartigen Bilder anschaue :) ! Ausserdem hast du mich gerade motiviert, mal wieder meine 50mm Festbrennweite aufzusetzen. Herzlichen Dank dafür, und weiterhin viel Erfolg. Nebenbei: euer neuer Blog-Look gefällt mir sehr!
      Liebe Grüsse,
      Barbara

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    3. Liebe Barbara,
      du sprichst mir aus der Seele was das lichtstarke Makroobjektiv betrifft. Wenn man von Herzen gerne fotografiert, dann ist dieses Objektiv das i-Tüpfelchen in der eigenen Objektivsammlung. Und meine 50 mm Festbrennweite sollte ich auch öfters verwenden, obwohl diese im Portraitbereich ein absoluter Traum ist, da man so schön mit der Schärfe und Unschärfe spielen kann.
      Vielen lieben Dank für das Kompliment, dass dir der neue Look gefällt.
      Liebe Grüße und eine wunderschöne Restwoche,
      Sandra

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